Warum ein Rassehund... ?

Warum einen teuren Rassehund, wenn es doch so viele Hunde gibt, die Not leiden und ein Zuhause suchen... 

 

 

Diese Frage ist durchaus berechtigt, denn schließlich haben wir auch zwei Hunde aus dem Tierheim bei uns aufgenommen.

Wir finden es ganz toll und wichtig, dass es Menschen gibt, die notleidende Hunde aus Tierheimen oder Tötungsstationen aus dem Ausland aufnehmen. Das kann aber auch schief gehen... Es bedarf etwas Erfahrung einen solchen Hund in die Familie zu integrieren.

Oftmals ist nicht erkennbar welche Charaktere sich hier vermischt haben. Aus einem oft gut gemeinten Vorhaben, kann viel Frust entstehen. Nicht selten landet ein Hund aus dem Ausland, oder schlecht vermittelt aus dem Tierheim wieder da, wo man ihn eigentlich rausholen wollte. Man kann diesen Hunden keine rassetypischen Merkmale zuordnen.

 

Der Rassehund kann, mit seltenen Ausnahmen, diversen Verhaltensweisen zugeordnet werden. 

Wenn auch hier viele Menschen die falsche Wahl treffen, ist es wichtig die einzelnen Rassen zu erhalten um mit ihnen die rassespezifischen Eigenschaften zu schützen.

 

Die Aussage, dass Mischlingshunde länger leben, kann so auch nicht mehr gehalten werden.

Denn mittlerweile haben Mischlings-, wie Rassehunde die gleichen Krankheitsbilder. Diese können oft auf falsche Haltungsbedingungen und minderwertiger Ernährung, sowie Umwelteinflüsse und verordneter Chemiekeule zurückgeführt werden.

 

Kann man einen Rassehund auch billiger bekommen?

 

Ja, das kann man... doch Vorsicht. Oftmals werden diese Hunde über das Ausland, von sogenannten Welpenfabriken eingeschleust und hier über Mittelsmänner veräußert. Herkunft und Vorfahren sind nicht ermittelbar. Tierärztliche Kontrollen haben nicht stattgefunden. Nicht nur das solche Verbrecher durch den Kauf unterstützt werden, diese Hunde sind im nachhinein oft teurer, als der Welpe von einem Züchter, der einem Verband angehört.

Ein Welpe, der unter strengen Richtlinien, liebevoll aufgezogen wurde und mehrfachen Kontrollen unterliegt hat seinen Preis.

 

Bis ein Leonberger als zuchttauglich eingestuft wird, muss er mehrere Prüfungen bestehen. Ein aggressiver oder ängstlicher Hund würde hier nicht bestehen. Es werden mehrere Gesundheitstest durchgeführt.

Es werden nur Hunde als zuchttauglich erklärt, die alle Rassespezifischen Merkmale erfüllen. Züchter, die dem Reglement nicht nachkommen, werden aus dem Zuchtverband ausgeschlossen. Jeder Wurf wird vor der Abgabe von einem Zuchtwart kontrolliert und abgenommen. Nach einem Wurf ist für die Hündin durch den Verband eine Ruhezeit festgelegt. Die Zuchttauglichkeit ist zeitlich begrenzt und wird nach Ablauf neu geprüft.

 

Der Leonberger ist bis heute kein Modehund geworden. Das ist auch gut so... er hat im Jahresdurchschnitt unter allen Züchtern eine verhältnismäßig geringe Welpenzahl.