Die ersten Spaziergänge...

Den ersten Spaziergang habt Ihr vielleicht schon alle hinter Euch.

Bestimmt habt Ihr festgestellt, wie anstrengend eine solche Unternehmung für Euren Welpen sein kann. Denkt bitte daran, es mit dem Gassigehen anfangs nicht zu übertreiben.

Gerade bei unseren großwüchsigen Hunden ist es wichtig, die Runden eher kurz zu halten.

Die Gassi-Runde ist als solches im ersten viertel Jahr nicht von größter Wichtigkeit. Eher geht es darum Eindrücke zu sammeln, sich an das Geschirr, Halsband und die Leine zu gewöhnen.

Am aller wichtigsten ist es positive Begegnungen zu haben, zu spielen und in Maßen zu toben. Genauso wichtig ist es, verschiedene Untergründe kennen zu lernen und dabei ein gutes Körpergefühl zu entwickeln. Die Gelenkpfannen sind noch nicht vollständig ausgebildet und umschließen die Gelenke noch lange nicht. Aus diesem Grunde sollten auch keine Treppen gelaufen werden oder Sprünge aus dem Kofferraum gemacht werden. Die Quittung bei nicht Beachtung kann sehr hoch sein. Auch Sehnen und Bänder können wärend der Wachstumsphase leicht reißen oder verletzt werden. Deshalb ist ganz besonders wichtig, dass der Welpe schon ein bisschen in Bewegung ist, bevor er mit seinesgleichen spielt oder tobt.

Er sollte quasi "warm" sein, wie beim Sport.

 

Eine genaue Zeitbegrenzung kann man nicht geben, da der Bewegungsdrang bei jedem Welpen anders ist. Ich halte aber aktuell eine durchschnittliche, reine Laufzeit von 10 Minuten für angemessen. Davon sollte die Hälfte der Zeit an der Leine gegangen werden.

Übt dabei regelmäßig, dass der Welpe schön neben Euch bei lockerer Leine läuft. Lockt ihn dabei mit Eurer Stimme und mit viel Lob und ein paar Leckerlies, natürlich von der guten Sorte.

Übt dabei auch jedes Mal das korrekte "Sitz", mit 2-3 Wiederholungen.

 

Denkt bei jedem Spaziergang daran, dass Euer süßer kleiner Welpe schon bald ein richtig großer Hund sein wird. Deshalb sind von Anfang an ein paar Regeln zu beachten, damit Ihr es später einmal einfacher habt. Der Hund ist bei Begegnungen mit Menschen und Hunden immer links zu führen. Wir begegnen uns dabei nach englischem Straßenverkehrsmuster. 

 

 

Dieses System bietet mehrere Vorteile... Ihr bietet Eurem Hund die nötige Sicherheit, Ihr bietet Eurem Hund den nötigen Abstand, die Hunde müssten bei Krawall erstmal an ihrem Halter vorbei und Ihr hättet die Möglichkeit in diesem Fall mit Eurem Knie gegen zu wirken und ihn in eine andere Richtung zu lenken. In diesem Fall würde Euch der Hund auf der anderen Seite geführt, aus den Latschen reißen... leuchtet ein, oder?

Außerdem bietet Ihr so Eurem Hund nicht die Möglichkeit, an anderen Passanten zu schnuppern. Lauft an befahrenen Straßen immer in Gegenrichtung, so dass der Hund vom Verkehr geschützt ist und Entgegenkommendes wahrnehmen kann und nicht erschrickt.

 

Früh angewöhnt, geübt und von Anfang an richtig gemacht, erleichtert vieles bei 50-70 Kilo Körpergewicht...

 

 

Fortsetzung folgt...