Parasitenschutz

 

Am leichtesten geht Zeckenschutz, parallel zu Flöhen und Milben, mit chemischen Mitteln. Einfach in den Nacken träufeln, oder als Tablette. Schon könnte man meinen, die Biester stechen einige Wochen nicht mehr. Das ist zwar ein Irrglaube... aber was soll´s.

Vergleicht man den Nutzen mit dem Schaden, fällt die Entscheidung eindeutig gegen chemische Präparate aus. Die Auswirkungen auf den Hundeorganismus können erheblich sein.

 

Es ist bewiesen, dass exzessiver Gebrauch, über einen längeren Zeitraum angewendet, zu schweren Erkrankungen führt... und nicht nur kann !!!

 

Die Schulmedizin rät als Zeckenschutz für Hunde zur Chemie, vor allem zu Spot-on-Präparaten und Tabletten. Bei dieser Methode wird das chemische Mittel auf die Haut des Hundes aufgetragen, oder sogar oral verabreicht.

 

Man muss sich darüber im klaren sein, dass man seinem Tier Pestizide zuführt... Nervengifte.

Sie gelangen über die Haut, oder über den Magen in den Organismus des Hundes.

Verwendet man Spot-on´s, darf man den Hund eine Weile nicht anfassen, damit das Gift nicht auf den Menschen übertragen wird. Da sträuben sich einem doch die Nackenhaare, oder?

Tabletten wirken auf den ersten Blick praktischer, rein ins Maul und das Gift ist im Hund. Er kann auch gleich angefasst werden, ohne dass man Angst um die eigene Gesundheit haben braucht. In den Präparaten sind z.B. Permethrin oder Fluralaner und Weitere enthalten.

Hierbei handelt es sich um Insektizide. Permethrin wurde in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Land- und Forstwirtschaft verboten... aber Hunde darf man es geben.

 

Diese chemischen Mittel wirken nicht repellierend.. dass bedeutet, sie wehren Zecken nicht

ab, wie oft angenommen. Zecken werden also nicht daran gehindert, den Hund zu stechen.

Die Wirkung setzt erst dann ein, wenn die Zecke das verseuchte Blut des Hundes saugt.

Jedoch muss die Zecke zuerst eine ganze Weile das vergiftete Blut aufnehmen, bevor sie dann langsam stirbt. Vom Zeckenstich bis zum Tod der Zecke vergehen einige Stunden.

Wärend dieser Zeit können Erreger in Deinen Hund übertragen werden.

Außerdem entleeren sich Parasiten während des Sterbevorgangs komplett in den Wirt.

Wenn Zecken an einem Hund angedockt sind und dort sterben, kann man sogar davon ausgehen, dass auf den Hund ganz sicher Borrelien & Co. übertragen werden. 

Ein guter Zeckenschutz sollte also keine insektizide / akarizide Wirkung (abtötende) mitbringen, sondern eine repellierende Wirkung (abweisende).

 

Ich bin der Meinung, dass man seinen Hunden überhaupt keine chemischen Zeckenmittel geben sollte. Es gibt eine Vielzahl an Mitteln gegen Zecken & Co, die gut wirksam sind und dem Hund nicht schaden.

 

Für eine repellierende Wirkung könnte z.B. der Körpergeruch des Hundes verändert werden. Hierfür gibt es eine Vielzahl an natürlichen Mitteln. Die vergabe von MSM (organischem Schwefel) in Reinform, zistrosehaltige Präparate, Globulies (Coccus Cacti C200-1000), DMSO (Dimenthylsulfoxid) ... !!! die Vergabe von DMSO setzt etwas Kenntnis voraus !!!
Schwarzkümmelöl als Kur, oder Kokosfett in Reinform*, jeweils in die Mahlzeit integriert.

 

*Kokosfett ist im Handel meist nur in abgeschwächter Form erhältlich, da der Geschmack beim Kochen sonst auf andere Nahrungsmittel übergehen würde und ist somit zur Zeckenabwehr nutzlos. 

 

Um das Ganze nochmals in Erinnerung zu rufen... Wurmkuren, Impfungen, Parasitenschutz, Antibiotika und Co.

1/4 jährliche Wurmkuren, jährliche Impfauffrischungen (Überimpfung) oder nutzloser Parasitenschutz führen zu erheblichen Belastungen im Hundekörper. Sie lösen anfangs Überempfindlichkeiten aus, die oftmals die Gabe von Antibiotika zur Folge haben.

Das Antibiotika dient aber nur zur Symptombekämpfung. Der wahre Grund dafür wird nicht gesucht, warum?

Weil dann herauskommt, dass all die vorbeugenden Maßnahmen der Grund dafür sind. Das beste Beispiel hierfür ist die klassische Ohrenentzündung. Diese wird oftmals durch eine Darmstörung hervorgerufen. Diese entsteht gerne durch die prophylaktische Gabe von Wurmkuren und der unverantwortlichen Verschreibung von Antibiotika. In diesen Fällen braucht die Darmflora Wochen bis zur Wiederherstellung, weitere Entzündungen können dies noch weiter herauszögern. Der Darm entlüftet nicht nur über dessen Ausgang, sondern ebenfalls über die Ohren. Bei einer Störung im Darm gibt es im Ohr eine Geruchsveränderung, die Milben und Parasiten geradezu anzieht. Einem Hund mit intaktem Immunsystem würde das nicht aus den Socken hauen, einem angeschlagenen aber schon... willkommen im Kreislauf. 

Langfristig gesehen mache ich die fahrlässigen Aufforderungen zur Vorbeugung, in Verbindung mit einer (unwissentlich) schlechten Ernährung, für die hohe Krebsrate unserer Hunde, aller Rassen verantwortlich.

 

Wissenswertes...

 

Einen funktionierenden Zeckenschutz in Form von chemischer Keule gibt es nicht. Die Zecke muss immer stechen und saugen, bevor sie stirbt und abfällt. In dieser Zeit können genauso Krankheiten übertragen werden. Auch die Impfung gegen Borreliose macht meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn, da sich die Erreger ständig verändern. 

Wussten Sie, dass jeder Hund, der ordentlich im Freien bewegt wird und dadurch zwangsläufig mit Zecken in Berührung kommt Borrelioseträger ist? Sie wird bei einem gesunden Hund aber zu 99% nie ausbrechen. Wenn also ein Hund über einen längeren Zeitraum Krankheitserscheinungen zeigt, die bereits mehrfach Antibiotika zufolge hatten und keine Besserung in Sicht ist (weil evtl. Darmflora vollständig zerstört), gibt es irgendwann eine Blutanalyse...

Hier wird dann womöglich entdeckt, das der Borreliose Titer anschlägt... ach Wunder.

Dann gibt es diesbezüglich obendrauf noch eine Behandlung, die einer Chemotherapie gleicht.

Wie lange könnte ein Organismus solchen Anschlägen standhalten?  

 

Deshalb oberstes Gebot: Die Ernährung und somit das Abwehrsystem mit der resultierenden Gesundheit. Und die erreicht man eben nicht mit einem X-beliebigen Futter.

Das was hinten rauskommt, ist das Zeugnis Eurer Mühe für die Ernährung und den Verzicht auf gutgemeinte Ratschläge aus allen Ecken. Seid überzeugt von dem was Ihr macht und stellt Sachen in Frage, bevor Ihr sie ausprobiert... seid geschult.

Gebt Euren Hunden die Bewegung, die sie brauchen. 

 

Zum Schluss möchte ich klarstellen, dass es Situationen gibt, bei denen Antibiotika unumgänglich ist. Ich möchte auch nicht alle Tierärzte über einen Kamm scheren. Es gibt sie, die Guten... allerdings sind sie immer seltener zu finden. Zieht auch mal in Betracht einen Tierheilpraktiker zu rate zu ziehen. Hunde schlagen sensationell auf alternative Wege an.

Meidet Tierärzte, die einem schon im Wartebereich mit Hundefutter erschlagen... Praxisketten und Großkliniken sind oftmals gewinnorientierte Wirtschaftsunternehmen.

 

Amen