Wie werde ich Stubenrein?

 

Mit der wichtigen Vorarbeit sollte der Züchter bereits begonnen haben...

Die kleine Zigeunerbande sollte das große Geschäft bereits lautstark anmelden.

Für das kleine Geschäft ist es immer noch etwas zu früh...

 

 

Wenn der Welpe zu Euch nach Hause kommt, bedenkt immer, dass er/sie niemals mit böser Absicht in die Wohnung macht. Der Bub, oder das Mädchen will auf jeden Fall alles richtig machen, aber weiß noch nicht richtig wie... 

Dieses "WIE" dem Welpen beizubringen, ist Eure Aufgabe und reine Trainingssache. 

Stubenreinheit ist nicht angeboren. Denkt immer daran, dass Ihr Euch ein Baby ins Haus geholt habt. Hinzu kommt, dass die kleine Blase eines Welpen noch kein sehr großes Fassungsvermögen hat, so dass sie viel öfters entleert werden muss, als bei einem erwachsenen Hund. 

Der Blasenmuskel muss erst, genau wie bei einem kleinen Menschenkind, ordentlich trainiert werden, um entsprechend dicht zu halten und bewusst kontrolliert zu werden.

 

Grundsätzlich gilt: gleich früh morgens, tagsüber alle 2h - anfangs sogar noch etwas öfter, jedes Mal nach dem Schlafen und nach den Mahlzeiten, nimmt man den Welpen mit nach draußen.

Dort übt man sich in Geduld und lässt dem Welpen genügend Zeit sich zu lösen. 

Um den Wettlauf mit der Welpenblase zu gewinnen, musst Du Deinen Welpen ständig beobachten...

... wie verhält er/sie sich? Schnüffel er/sie z. B. aufgeregt am Boden oder dreht es sich suchend im Kreis? steht es vor der Tür? ist er/sie unruhig, oder fiept er/sie?... so muss es wahrscheinlich mal.

Dann solltest Du ihn/sie unverzüglich nach draußen bringen. Hat der Welpe erfolgreich Urin oder Kot abgesetzt, ist es ganz wichtig ihn/sie überschwänglich zu loben.

Ein regelrechter "Aufstand der Begeisterung" darf um eine Geschäftsverrichtung gemacht werden.

Das prägt sich dem Kleinen ein und es wird ihm/sie in Zukunft Freude machen Euch zu begeistern.

Um den Welpen möglichst schnell stubenrein zu bekommen, sollten Fütterung, Bewegung, Spiel und Pausen möglichst immer zur gleichen Zeit stattfinden. Ein solcher Rhythmus wird dabei sehr hilfreich sein.

Auch hilfreich ist es, den Kleinen zumindest anfangs immer an das gleiche "Örtchen" zu führen...

... so entsteht schnell eine Routine.

 

Falls doch einmal ein Malheur passiert, bringt Bestrafen gar nichts, denn der Welpe hat es nicht mit Absicht gemacht. Außerdem sieht man das Unglück ja meist nicht gleich und Strafen mit Verspätung kann der Welpe nicht mehr mit dem Ereignis selbst verknüpfen.

Selbst wenn Ihr ihn auf frischer Tat ertappt ist Bestrafen keine Lösung. Der "Übeltäter" kann Euer Handeln leicht missverstehen...

Der Welpe lernt dadurch, dass er sich in Zukunft nicht erwischen lassen darf.

Er wird sich zukünftig einen entlegenen Winkel in der Wohnung suchen, um sich heimlich und nicht mehr in Eurer Anwesenheit zu lösen. Ganz dumm ist in diesem Zusammenhang auch, den Welpen mit der Nase in seine Hinterlassenschaften zu tunken.

Zum einen ist die Hundenase ein Hochempfindliches Organ, dass dabei Schaden erlangen kann, zum Anderen kann der junge Hund auch hier keinen Zusammenhang erkennen um das Ganze zu verstehen.

Wenn Ihr das Kleine in flagranti erwischt, reicht ein klares und bestimmendes "Nein" um die unerwünschte Handlung zu unterbrechen und den Welpe sofort nach draußen, zu seinem "Örtchen" zu bringen. Ansonsten ignorieren Sie kleine und große Missgeschicke, die in Eurer Abwesenheit passiert sind, ganz einfach... passt beim nächsten Mal einfach besser auf.

 

Ein Welpe braucht Zeit, um zu verstehen, was man von ihm verlangt.

Das geht am besten durch positive Erfolge und mit viel Lob.

 

Wir wünschen mit viel Konsequenz einen gutes Gelingen.