Wurmkuren

Wurmkuren wirken nicht, wie oft suggeriert, prophylaktisch.

Eine Wurmkur kann keinem Parasitenbefall vorbeugen. Ein Wurmbefall kann niemals im Vorfeld ausgeschlossen werden. Im schlimmsten Fall kann sich das Tier direkt am Tag danach, wieder mit neuen Würmern infizieren. Die beste Vorsorgemaßnahme ist eine gesunde, artgemäße Fütterung, eine artgerechte Haltung, liebevolle Betreuung und damit ein gesundes Tier mit einem gesunden Abwehrsystem, sowie einer Kotuntersuchung bei Verdacht auf Wurmbefall.

 

Vielleicht haben Sie sich auch schon mal gefragt, warum unsere vierbeinigen Freunde nach der Verabreichung einer Wurmtablette so müde und schlapp sind?

Dabei hat Dir der Tierarzt doch bestätigt, dass dies genau die richtige Dosis für Deinen Hund ist.

Natürlich wurde Dir auch versichert, das eine Wurmkur für Deinen Hund überhaupt nicht schädlich ist. Allerdings handelt es sich bei diesen Mitteln in der Regel um neurotoxische Stoffe... Nervengift. Diese Stoffe lähmen vorhandene Würmer im Tier, damit sie besser ausgeschieden werden können.

 

Aber!!! ... sie setzen auch dem Hund zu.

Wussten Sie, dass die Menge einer Wurmkur für jede Hunderasse die gleiche ist?

... egal wie groß oder schwer sie sind?

 

Ob Ihr Hund wirklich durch Würmer belastet ist, lässt sich ganz einfach durch eine Kotprobe feststellen. Diese wird über drei Tage gesammelt, zum Tierarzt gebracht und anschließend in einem veterinärmedizinischen Labor untersucht. Wurmeier sind so klein, dass sie von den Hunden auch beim "Schnüffeln" und "Graben" im Freien eingeatmet werden können.

Bestimmte Wurmarten können auch durch Flöhe, als Wirt übertragen werden. Weitere durch Schnecken, insbesondere durch ihren Schleim oder Kot.

 

Als Vorsorge ist es am Besten, die Ernährung so aufzubauen, dass durch bestimmte Komponenten im Futter die Darmflora so unterstützt und gestärkt wird, dass es für einen Wurm nicht einladend ist zu verweilen, oder sich gar zu vermehren. Diverse Kräuter, Mohrrüben, Kürbiskerne, Knoblauchtabletten (nicht frisch!), Schwarzkümmelöl (als Kur), Kokosöl und Kokosraspeln, bilden dafür ein entsprechendes Milieu. Stört Eure Hunde daran, generell an Kot zu schnüffeln, oder diesen im schlimmsten Fall aufzunehmen. In den meisten Fällen sind Schnecken für Hunde uninteressant, habt aber auch hier ein Auge darauf.

 

Die Vorgabe, den Hund vierteljährlich einer Wurmkur zu unterziehen, sehe ich persönlich als grob fahrlässig an. Die regelmäßigen Wurmkuren, in Verbindung mit Parasitenschutz und der regelmäßigen Überimpfung unserer Hunde, sehe ich mit als Hauptauslöser für chronische Krankheiten, Unverträglichkeiten und Krebsleiden unserer Vierbeiner... Rasseunabhängig.